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Namen und Integratiton

Autor: Pauly | Datum: 20 Dezember 2017, 15:02 | 0 Kommentare

Sodada, endlich kommt mal wieder was Neues von mir.

Am 14. Dezember war mein einhundertster Tag in Namibia. Ich hab zwar nicht gefeiert, mich aber trotzdem gefreut. Denn für mich heißt das, meine Eingewöhungszeit ist vorbei, ich werde immer selbstsicherer und Namibia mehr und mehr zu einer zweiten Heimat.

Und wie der Titel so schön verrät, geht es um Namen, um meine Namen, um genau zu sein. Wie dem Leser wahrscheinlich bekannt ist, heiße ich Pauline. Aber weil ich unfähig bin, diesen Namen englisch auszusprechen (oder die Leute mich einfach immer falsch verstehen), ist mein offizieller Name hier Paulina. Und dann kam der Tag, wo jemand meinte, Paulina sei nicht deutsch genug. LDas Resultat: Für meine Gastfamilie bin ich jetzt Pauliski. Auch wenn ich finde, dass das eher polnisch als deutsch klingt. Der Name, den ich am meisten hasse, ist /nus. Und nein, das ist kein Schreibfehler, das Zeichen / steht für einen der vier Klicklaute der Stammessprache KKG. Und warum ich diesen Namen hasse? Er bedeutet weiße Lady. Was im eigentlichen Sinne ja gar keine Beleidigung ist, aber wenn man die Geschichte Namibias betrachtet und die langandauernde Apartheit, will ich einfach nicht so genannt werden. Und sobald den Leuten, die mir hier näher stehen, dass klar wurde, kehrten sie diesen Namen in sein Gegenteil um: Namarus. Und während ich mich mit Paulina vorstelle, werde ich meistens mit Namarus vorgestellt. Was häufig zu Schmunzlern führt, wenn eine Erklärung folgt aber zumeist mit Freuden akzeptiert wird. Und ich reagiere jetzt auf ziemlich viele Namen.

Und jetzt zu meinem anderen Thema: Integration. Das ist ein ziemliches Auf und Ab. Letzte Woche war ich zusammen mit meiner Gastfamilie eine Woche in Mariental, um die Beerdigung der Großmutter vorzubereiten. Eine Situation: Ich war dabei, den Kopf einer frisch geschlachteten Kuh von Haaren zu befreien, als ich auf KKG angesprochen wurde. Mein Gegenüber hat ziemlich lange gebraucht, um zu verstehen, dass ich die Sprache nicht wirklich beherrsche. Und das hat sich gut angefühlt. Auf der anderen Seite  war dann die Situation, als ich mit meiner geichaltrigen Gastschwester umher spaziert bin und alle Leute uns angestarrt und getuschelt haben. Und das Wort, was ich immer wieder herausgehört habe, war eben /nus. Woraufhin meine Gastschwester mir riet, meine Schimpfwortsammlung anzuwenden (derzeitiger Stand: 4, 9,2% meines KKGs).

Aber das sind jetzt nur die Extreme, eigentlich gehen die Leute mit mir immer ganz natürlich um, sobald sie mir erstmal vorgestellt wurden. Ein kleines Highlight war für mich, als ich mit meiner Gastmama in einer Art dm einkaufen war und ich jemanden getroffen habe, den ich kannte, sie aber nicht, und mit dem ich ein wenig quatschen konnte.

Gerade sind hier Ferien, also sind keine Kinder da. Ich hab mir dann eine Ersatzbeschäftigung gesucht, dazu in meinem nächsten (baldigen) Eintrag mehr.

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